Der Verein bleibt jetzt draußen

Der Verein bleibt jetzt draußen.

Ich habe meine Vereinsmitgliedschaft gekündigt, ganz einfach weil: Es mir reicht!

Die Deutschen sind für vieles bekannt, unter anderem dafür, dass sie eine große Vorliebe haben, sich in Vereinen zu engagieren. Für Menschen, die diese Neigung etwas übertreiben und sich in ihrer Freizeit fast nur noch mit ihrem Verein beschäftigen, hat die Umgangssprache den abschätzigen Begriff der Vereinsmeierei geprägt. Die Vereinsmeierei drückt mit der Entstellung des in Deutschland sehr häufigen Namens Meier aus, dass die Vereinsmitglieder sich zu sehr auf ihren Verein beschränken und ihr Vereinsleben nach übertrieben strengen Regeln ordnen. Rein statistisch allerdings sind die Deutschen nicht häufiger in Vereinen engagiert, nicht mehr Vereinsmeier als ihre europäischen Nachbarn. Dennoch sind die Zahlen beachtlich: Zwischen zweihundertfünfzig- und dreihunderttausend Vereine gibt es heute in Deutschland.                                                                         Von der Seite der Mitgliedschaften aus bedeutet das: Rund 35 Millionen Deutsche sind in einem Verein tätig, wobei sich in den letzten Jahren die Tendenz verstärkt hat, in mehr als nur einem Verein Mitglied zu sein. Einen rechtsfähigen Verein zu bilden ist heute eine Selbstverständlichkeit. Voraussetzungen sind mindestens sieben Gründungsmitglieder und eine Satzung, die Ziele, Organisation und Bedingungen des Vereins deutlich macht. Dass diese Vereins- oder Vereinigungsfreiheit eine Errungenschaft demokratischer Bewegungen darstellt, ist heute nur noch den wenigsten bewußt. Die Gründe, warum Menschen einem Verein beitreten, sind vielfältig. Es geht oft nicht nur darum, zum Beispiel Gleichgesinnte zu finden, um über Modelleisenbahnen oder Gartezwerge zu diskutieren, sondern auch um die Möglichkeit, Gemeinschaft und Geselligkeit zu erleben. Manchmal spielen in Vereinen auch Motive eine Rolle, die nichts mit der Vereinsarbeit zu tun haben und erst bei längerer Betrachtung deutlich werden. Geltungsbedürfnis und Machtgelüste mancher kleinbürgerlicher Erbsenzähler mit Alibifunktion zum hemmungslosen Alkoholkonsum.

Die deutsche Vereinslandschaft ist ein weites Feld. Sie vereint unterschiedlichste Interessen mit Geselligkeit und manchmal kann man sich auch durch Klüngel und Vetternwirtschaft bessere Karten verschaffen. Oftmals aber agieren in den Vereinen und Verbänden Psychopathen und unterbelichtete Kreaturen. Sie drangsalieren Mitglieder die nicht dem Vereinsklüngel angehören und ihre Vetternwirtschaft nicht akzeptieren. Ist man ins Fadenkreuz dieser Klüngel und Vettern geraten und als Feind und Störenfried ausgemacht, beginnt ein beispielloses Mobbing bis zur körperlichen Bedrohung. Leider wird vieler Orts das paranoide Verhalten der Vereinsvorstände von schwachen und labilen Verbandsfunktionären gedeckt oder sogar unterstützt. Es wird Zeit zu gehn, laßt sie unter sich, die Dumpfbacken der Vereinsmeierei.                                                            Merke: „An jedem Arsch, führt auch ein Weg vorbei”.