Also, sind wir Opfer einer hinterhältigen Falle oder das musste mal raus.

Worte diffamieren und stigmatisieren

Mir ist klar, dass diskreditieren in unserer Gesellschaft als legitimes Instrument zur Schädigung und Herabsetzung potenzieller Konkurrenten  betrachtet wird. Es wird nicht gern gesehen, wenn ein Gespräch auf Kosten anderer stattfindet, aber öffentlich jemand an den Pranger zustellen ohne das Sachverhalte geklärt sind ist kriminell und strafbar. Wer diskreditiert, ist gemein und mobbt andere öffentlich. Man sollte vorsichtig sein mit dem verbreiten von Geschichten die andere Personen in Misskredit bringen, der Schuss kann nach hinten losgehen.

Wer lästert und Geschichten übler Machart öffentlich verbreitet, der verleumdet und diskreditiert. Wer diskreditiert, hat keine Eier für eine persönliche Konfrontation und Aufklärung von Sachverhalten . Und das stimmt wahrscheinlich auch, man will bewusst Personen öffentlich in Misskredit bringen. Ich möchte hier kein Plädoyer halten, aber ich mag es nicht. Wer wie ich Opfer einer öffentlichen Diskreditierung geworden ist dem geht es gewaltig auf den Sack. Wahrscheinlich gehört das diskreditieren in der heutigen Zeit zur menschlichen Natur, wie das An-Ärschen-Riechen zur hundlichen.

Lästern definieren

Lästern hat schon per Definition etwas Negatives an sich: „(Abwertend) sich über jemanden [der abwesend ist], über etwas abfällig, mit kritischen oder ein wenig boshaften Kommentaren äußern“.  Das Problem: Lästern macht Spaß. Lästern ist wie eine Droge, die ich weder bestellen noch bezahlen muss, die ich jederzeit und überall haben kann. Und ähnlich wie bei den Drogen, fühle ich mich hinterher, abhängig vom Lästergrad, ausgepowert und schlecht. Ich weiß, ich habe eine Person verbal verletzt und sie konnte sich nicht mal wehren. Die Lästerei fühlt sich während des Akts selbst gut an. Doch je nachdem wie krass sie ausgeartet ist, setzt irgendwann der Gewissenskater ein. Bei den meisten zumindest. Die anderen sind dann eben einfach schlechte Menschen.

Gerade die Tatsache, dass die angegriffene Person nicht anwesend ist, macht Lästern zum Vergnügen. Die Freiheit, alles sagen zu können – sei es auch noch so falsch – macht Lästern zu dem, was es ist. Nur so kann ich mich vollends meiner selektiven Wahrnehmung hingeben und in übertriebenen Gemeinheiten suhlen. Dinge, die mir nicht in den Kram passen, können endlich mit einem ordentlichen Schwall an Verbaldurchfall aus mir rausflöten. Lästern befreit mich von angestauten Aggressionen und rettet mich vor geschwürfördernden Problemchen. Fakten, die meine bösartigen Anekdoten untergraben, lasse ich außen vor. Kontext, der seltsames Verhalten anderer vielleicht rechtfertigt, verschweige ich. Gemein? Ich weiß.